Community Crossover Day: “Was macht eine gute Community aus?“

Vom Energiesystemarchitekten bis zur Health-Start-up Gründerin – beim ersten Community Crossover Day tauschten sich die verschiedensten Members aus den unterschiedlichen Labs des Impact Hub Vienna aus. Vom gegenseitigen Kennenlernen bis hin zu ersten geschmiedeten Kooperationsplänen war alles dabei!

Am Donnerstag, den 12. März, fand im Education Lab der erste Impact Hub Vienna Community Crossover Day statt. Eingeladen waren die Community Member aller vier Impact Hub Vienna Standorte: Impact Hub Vienna, Future Health Lab, Climate Lab und Education Lab. Einen Tag lang ging es um Zusammenarbeit, Austausch und gegenseitige Inspiration.

Eine vielfältige Community

Um die 30 Personen waren für diesen Tag angemeldet. Wie vielfältig die Community der Impact Hub Vienna Gruppe ist, zeigten die Mitglieder, welche zu diesem besonderen Tag erschienen sind:

Lukas ist Energiesystemarchitekt und seit Anfang des Jahres beim Climate Lab. “Um Kollaborationen aufzubauen und neue Impulse mitzunehmen“, erzählt er. Er sei an diesem Tag hierher gekommen, weil hier die verschiedensten Labs zusammenkommen. “Und deshalb die Community noch einmal größer ist!“

Auch Edina war beim Community Crossover Day vor Ort, um ihr Netzwerk zu erweitern. Sie ist Geschäftsführerin von Everyone Codes, eine gemeinnützige Programmierschule, die vor allem Personen, die gerade beim AMS Wien gemeldet sind, Ausbildungen im Bereich Software Development anbietet. Sie war an diesem Tag das erste Mal in einem Impact Hub Vienna Lab. “Weil ich neugierig war, zu sehen, wer Teil der Community ist“, erzählt sie.

Tina war an diesem Tag extra aus Linz hierher gekommen. Dort hat sie das Start-Up „Neuromaps“, an der Schnittstelle zwischen Bildung und Gesundheit, am Laufen und ist durch eine “Founders Pass” Mitgliedschaft Member des Future Health Labs. Für sie war das Wichtigste an diesem Tag das Netzwerken. “Projekte kennenlernen, Austausch”, sagt sie.

Für Giulia, Welcome Host und Knowledge Managerin im Education Lab, war dieser Tag eine tolle Gelegenheit, um Synergien zu schaffen. „Ich glaube, dass die einzelnen Themen, wie wir sie hier haben, mit Gesundheit, Klima und Bildung, sich immer irgendwo überlappen. Lasst uns da vernetzen und Weiterdenken, Größerdenken, über den Tellerrand hinaus blicken“, so Giulia.

Austausch und Kontakte knüpfen

Nach einer Führung, von Giulia, durch das Education Lab, kam die Community des Impact Hub Vienna, beim Mittagessen, noch näher ins Gespräch:

Für Edina eine passende Gelegenheit, um unterschiedliche Personen aus unterschiedlichen Branchen, Projekten und Firmen kennenzulernen. “Und einfach mal mitzubekommen, was es da draußen noch gibt, woran die Leute so arbeiten, was sie beschäftigt und was sie antreibt“, erzählt sie. Sie möchte Kontakte knüpfen, aber auch den Horizont erweitern: „Eventuell erzählen Leute von ihrer Arbeit oder ihrem Projekt und ich erfahre Sachen, von denen ich gar nichts gewusst habe. Es inspiriert mich vielleicht auch, in Bezug auf mein Unternehmen, auf neue Ideen zu kommen.“

Kontakte knüpfen, das ist etwas, was Tina nach der ersten Hälfte des Tages bereits getan hat. Nach dem Mittagessen berichtet sie:„Tatsächlich war ich heute mit einem Kollegen aus dem Future Health Lab in einem engeren Austausch und wir haben festgestellt, dass wir vielleicht kooperieren können.“

Füreinander „mitbemühen“

Im Zuge des Zusammenkommens stellte sich die Frage: Was macht eine gute Community eigentlich aus?

Lukas erzählt dazu: „Eine gute Community ist für mich der Austausch auf Augenhöhe. Ganz egal, aus welcher Ecke jemand kommt, ganz egal, mit welchem Hintergrund. Jeder hat etwas dazu beizutragen, jeder ist Teil der Lösungen, die in der Welt gebraucht werden. Denn heutzutage sind Lösungen nicht mehr eindimensional, sondern multidimensional. Das heißt, aus jeder Richtung braucht man etwas“

Und für Tina ist eine gute Community: „Gegenseitige Wertschätzung. Das hat so viele Aspekte. Das ist so vielschichtig. Wertschätzung aber auch so, dass man sich gegenseitig hilft. Und dass man sich füreinander auch “mitbemüht”. Sozusagen: Du willst was Gutes, ich will was Gutes. Wo können wir uns supporten? Wo können wir uns empowern?“

Fähigkeiten statt Rollenbilder

Wie sich die Community am besten gegenseitig ergänzen kann, wurde beim Nachmittagsprogramm herausgefunden. Statt sich nur mit einzelnen Personen auszutauschen, lernten sich die Mitglieder zu diesem Zeitpunkt alle untereinander kennen, mit einer Aufgabe: Mit 10.000 fiktiven Euro sollten sie in Kleingruppen ihre Fähigkeiten bündeln und ein gemeinsames Projekt entwerfen.

Dabei kam einiges zusammen: vom Drehbuchschreiben über Schauspiel bis hin zu Finanzwissen. Dabei ging es nicht um Berufsbezeichnungen, sondern um Skills. So lernte man sich wirklich kennen, auch für eine mögliche zukünftige Zusammenarbeit.

Gezieltes Matchmaking als Wunsch an die Zukunft

Zum Abschluss gab es Drinks und Kuchen. Ein Plakat lud dazu ein, Fähigkeiten zu teilen und Wünsche zu äußern. Ein Wunsch stach einem sofort ins Auge: ein häufigeres und gezielteres Matchmaking.

Dazu passt Edinas Aussage: „Was natürlich superschön wäre, noch eine Art gezielteres Matching, also: Hey, ich kenne da so und so viele Leute, die könnten gut zu euch passen. Wollt ihr, dass wir euch miteinander vernetzen?“

Auch Lukas betont dazu etwas Ähnliches: „Ich möchte nur dazu einladen, diese Community zu nutzen, um Kooperationen aufzubauen, um gemeinsam stark zu sein, um gemeinsam die Welt ein Stück zu verbessern und tatsächlichen Impact zu erzeugen.“

Und was blieb den anderen von diesem Tag, in einem Wort? Ideen, Inspiration und noch einmal Inspiration.

Fotos: Education Lab/Caroline Hödl, Lea Fabienne
Autor:in: Magdalena Frauenberger