Kooperation trifft Innovation: Wie digitale Tools und starke Partnerschaften das Gesundheitssystem von morgen gestalten.

Letzte Woche fand das 5. Navigating Healthcare Innovation Event statt, in Kooperation mit der Wirtschaftsagentur Wien und LISAvienna.

Dieses Mal unter dem Motto “Akteure und Wege im Gesundheitssystem” haben wir gemeinsam mit Gründer:innen und Systempartner:innen tief in die Praxis geblickt.

1️⃣ Veränderung ist die Norm und Gut Ding will Weile haben.

Lukas Seper von XUND gab Einblick in die bisherige Reise des Wiener Healthtech Scale-ups, das mittlerweile 50+ Mitarbeiter:innen, 20+ Kunden und Partner:innen sowie 4 Büros in Europa hat.

Gemeinsam mit Siegfried Steindl von Thieme Group haben sie erklärt, wie sie die Patient:innenkommunikation mit KI revolutionieren.

🌟 Die Zusammenarbeit von Thieme und XUND zeigt eindrucksvoll, wie aus einer klassischen Startup-Kunden-Beziehung eine tiefgreifende Allianz wachsen kann: Was 2020 als Partnerschaft begann, wurde im April 2024 durch ein strategisches Investment der Thieme Group auf das nächste Level gehoben. Gemeinsam bündeln sie nun ihre Kräfte, um die Patient:innenkommunikation nachhaltig zu stärken.

Das Ziel?

Die Entwicklung von Medical Large Language Models (MedLLMs) – eine perfekte Verbindung aus technologischer Expertise (XUND) und fundiertem medizinischem Wissen (Thieme).

2️⃣ Insights aus den Break-out Sessions:

  • Beziehungen pflegen: Der Dialog mit Förderstellen wie der Wirtschaftsagentur Wien ist essenziell. Lösungen offen kommunizieren und auch bei Änderungen im Austausch bleiben – denn am Ende geht es um die Beziehung zu Menschen.
  • Rolle der Apotheken: Es herrscht oft noch die gängige Meinung: „Apotheken sind nur da, um Arzneimittel abzugeben“. Die Kammer arbeitet jedoch daran, breiter aufzutreten (integrierte Versorgung, Digitalisierung etc.). Wichtigste Erkenntnis: Als öffentlicher Player Offenheit zeigen und die Vielfalt der Apotheken als Chance begreifen.
  • Gleiche Sprache sprechen: Für Partnerschaften (wie mit den Johannitern) ist es entscheidend, die gleiche Sprache der Entwicklung zu sprechen und Verständnis für begrenzte Fördergelder zu haben.
  • Geduld im System: Die ITSV bietet Wege für Ideen, aber Gremien brauchen Zeit. Wer hier innovieren will, muss Geduld mitbringen.
  • Know your customer: Ein tiefes Verständnis für die Zielgruppe und Stakeholder ist die Basis für jede Innovation. Bei großen Playern wie den Häusern zum Leben ist die Unternehmensgröße oft Fluch und Segen zugleich: Sie bietet Skalierbarkeit, bringt aber auch komplexe Rahmenbedingungen mit sich, die man navigieren muss.
  • Flexibilität bewahren: Mavie Med betont: Innovationen laufen nie wie geplant. Partner:innen müssen flexibel bleiben. Besonders wichtig: Man sollte sich nicht demotivieren lassen, auch kleine Veränderungen und Ideen bei der Versicherung einzubringen. So stellt man sicher, dass niemand vor der „großen Entscheidung“ zurückschreckt und der Stein überhaupt erst ins Rollen kommt.

💬

Eine große Veränderung im System wird oft schwer angenommen. Umso wichtiger ist es, Mut und Durchhaltevermögen zu beweisen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, die dort ansetzen, wo die Versorgung passiert.

Vielen Dank an alle Teilnehmer:innen für eure Fragen und euer Engagement!

Ein großes Dankeschön an unsere Partner:innen – allen voran Eva Czernohorszky (Wirtschaftsagentur Wien) und an die Hosts der Break-outs:
▪️ Christian Römer, Johanniter Österreich
▪️ Michael Mut, Österreichische Apothekerkammer
▪️ Viktoria Holler, Häuser zum Leben
▪️ Katja Svagera, ITSV
▪️ Edith Lachinger, MavieMed